9. THW-Olympiade am 27.08.06 in Gelnhausen

28.08.2006 15:58

9. THW-Olympiade am 27.08.06 in Gelnhausen
9. THW-Olympiade am 27.08.06 in Gelnhausen

„Gemeinsam klappt es besser“, unter diesem Motto stand die diesjährige THW-Olympiade am vergangenen Sonntag, ausgerichtet vom THW-Ortsverband Gelnhausen. Bei der THW-Olympiade geht es darum, mit Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Teamwork Aufgaben zu lösen. Mitmachen dürfen neben Mannschaften des THW auch Gruppen von Feuerwehr, DRK, DLRG und der Rettungshundestaffel.

27 Mannschaften starteten am Morgen zu einer 4-stündigen „Schnitzeljagd“ durch Feld, Wald und Flur quer durch die Barbarossastadt. Mit einem Stadtplan und einem Laufzettel „bewaffnet“ galt es, gemeinsam die gestellten Aufgaben zu bewältigen. Von der Unterkunft des Technischen Hilfswerks in der Cassebeerstraße ging es in das Kasernengelände. Hier mussten die Mannschaften, die aus mindestens 6 Teilnehmern bestehen, Wasser durch einen Feuerwehrschlauch von einem Behälter in den nächsten füllen. Benutzt werden durften dabei allerdings nur die Füße. Wer diese Aufgabe erledigt hatte, bekam das nächste Ziel auf seiner Karte eingezeichnet: „die hohe Tanne“, auf halbem Wege zum Blockhaus gelegen. Nach einem strammen Fußmarsch den Gelnhäuser Berg hinauf hies es „die grauen Zellen anstrengen“: Die Buchstaben „Technisches Hilfswerk“ mussten, ähnlich wie bei einem Memory-Spiel, in die richtige Reihenfolge gebracht und aufgedeckt werden.

Mitten im Wald wartete die dritte Station: Ein zwei Meter langes Plastikrohr, mit Löchern präpariert, galt es so auszurichten, dass der Golfball im optimalen Fall von einem Ende zum nächsten durchrollte. Fiel er vor dem Ende durch eines der Löcher, gab es nur Teilpunkte. War diese Aufgabe gelöst, wanderten die Teilnehmer über Stock und Stein Richtung Steinbruch. Gutes Schuhwerk zahlte sich dabei besonders aus. Bei Station Nummer 4 sammelte die Mannschaft die meisten Punkte, die mit einem –mit Wasser gefüllten- Regenrohr aus 2 Meter Entfernung die meisten am Boden stehenden Bierkrüge füllte.

Im Stadtgarten, wo Station Nummer fünf und sechs aufgebaut waren, gab es für alle Mitläufer erst einmal eine Stärkung in Form von Bratwürstchen. Denn dann hieß es „Wissen ist Macht“: Ein Fragebogen mit Aufgaben aus allen Bereichen des Lebens galt es auszufüllen. Danach erwartete die Spieler ein „feuchtes Vergnügen“: An einer Latte in Kopfhöhe warteten Wasserbomben darauf, zerstochen zu werden. Allerdings nicht mit der Hand; Der Spieler trug einen Helm auf dem Kopf, auf dem eine Schüssel befestigt war. In dieser Schüssel befand sich ein Nagel, mit dem es galt, die Luftballons zum Platzen zu bringen. Mit dem Wasser in der Schüssel ging es durch einen Parcours zum nächsten Mitspieler, der das Wasser in einem Eimer aufnahm. Einige Läufer hatten zum Schluss der Übung mehr Wasser in der Kleidung aufgenommen als im Eimer.

Bei Station Nummer Sieben auf der Müllerwiese zeigte sich, wer am Abend zuvor noch etwas länger gefeiert hatte. Alle Mitspieler mussten sich hintereinander auf ein in zehn Zentimeter Höhe gespanntes Stahlseil stellen und sich einen Ball zuspielen. Wer das Gleichgewicht nicht halten konnte und vom Seil absprang, verspielte einen Punkt. Wichtige Punkte, wie sich später herausstellte. Von der Müllerwiese folgte ein kurzer Fußmarsch zum Parkplatz des Hallenbades. Hier brauchte man ein ruhiges Händchen zum Punkte sammeln: Eine auf 4 Hebekissen liegende Holzplatte war zu einem Parcours umgebaut worden. Durch Steuerung der einzelnen Hebekissen mussten die Spieler einen Ball durch diesen Parcours schleusen.

Bei der vorletzten Station hatten die Teilnehmer einen Ball auf dem Kopf, mit dem sie einen Hindernislauf bewältigen mussten. Die letzte Station verlangte den Spielern noch einmal alles ab. Vier Spieler traten jeweils in Zweier-Teams mit verbundenen Augen zum Fußballspiel gegeneinander an. Gelotst wurden sie von Spieler Nummer drei, der sich am Spielfeldrand befand. Keine einfache Angelegenheit, feuerten doch andere Spieler ihre Mannschaften aus vollem Halse kräftig an. Aus diesen Jubelrufen die richtungsweisende Stimme des Teamkollegen heraus zu hören, war manchmal unmöglich!

Nach Vier Stunden und 14 Kilometern Laufen – einige Teilnehmer wurden nicht nur bei den Spielen, sondern auch von oben nass - trumpfte das Team vom Technischen Hilfswerk mit Speisen auf, die jeden noch so leeren Magen sättigten; von belegten Brötchen bis hin zu Schnitzel mit Pommes und Salat gab es alles, was das Herz begehrte.

Nach einigen kräftigen Regenschauern folgte am späten Nachmittag die Siegerehrung. Doch bevor die Pokale vergeben wurden, hoben Stadtrat Günther Rams und Ramona Dittkuhn, Mitarbeiterin des Main-Kinzig-Kreises, noch einmal die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor. Nicht nur der Teamgeist werde dadurch geschärft, auch könnten die Mitglieder der verschiedenen Organisationen Kontakte knüpfen und alte Bekanntschaften pflegen. Das dies für die Zusammenarbeit im Notfall von großer Bedeutung sei, habe man schon bei vielen Einsätzen dieses Jahr gesehen, so Günther Rams in seiner Dankesrede. Ramona Dittkuhn überreichte als kleines Dankeschön für die Ausrichtung dieses sportlichen Wettkampfes einen Scheck an den Ortsbeauftragten Wilfried Rückriegel. Dieser zeigte sich hoch erfreut über die Unterstützung. Jürgen Maier, Landessprecher des Länderverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung persönlich vorzunehmen.

Von den zehn gestarteten Jugendmannschaften belegte die THW-Jugend Neuhof mit 189 Punkten den dritten Platz, die DLRG-Jugend Bieber 1 den zweiten Platz (196 Punkte) und die THW-Jugend Hünfeld mit 199 Punkten den ersten Platz. Bei den Erwachsenen Teilnehmern lieferten sich die Mannschaften ein heißes Rennen. Gewonnen hat dieses Rennen die Feuerwehr Niedergründau mit 271 Punkten vor dem THW Bad Orb (225 Punkte) und dem THW Hünfeld (224 Punkte). Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, könne jeder Teilnehmer stolz auf seine Leistung sein und alle gemeinsam könnten sich glücklich schätzen, in solch einem schönen Kleinod wie Gelnhausen zu leben, beendete Jürgen Maier seine Rede.

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